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Einmaleins des Gerätturnens - Vielseitigkeit ist gefragt | Das Gerätturnen ist die Basis vieler Vereine und Sportarten. Wie kaum eine andere Sportart verbindet es die Aspekte Schönheit, Energie, Kraft, Dynamik, Ästhetik und Können - und stellt damit besonders vielseitige Anforderungen an die Aktiven.
Gerätturnen im engeren Sinne des Wettkampfsports umfastt bei den Männern Bodenturnen, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck, bei den Frauen Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Bodenturnen. Auch der Hochleistungssport Kunstturnen, wird inzwischen offiziell als Gerätturnen bezeichnet. Im Leistungs- und Hochleistungssport gibt es Mannschaftswettbewerbe, Einzelmehrkämpfe und Wettkämpfe an jedem einzelnen Gerät. Bei den Olympischen Spielen und bei den Welt- und Europameisterschaften werden insgesamt in 14 Disziplinen Titel und Medaillen vergeben. Turnen gehört als eine der wenigen Sportarten durchgängig seit 1896, also seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, zum olympischen Programm. War das Gerätturnen bis in die 70er-Jahre vor allem durch Statik und Krafthalteteile und historische Übungen geprägt, so ist es heute eine sehr dynamische Sportart mit vielen akrobatischen Elementen, Drehungen, Salti und Sprüngen. Die Anforderungen an die Turnerinnen und Turner sind im "Code de Pointage", den internationalen Wertungsvorschriften, zusammengefasst.
| | Der Sprung: | - Sprungtisch seit dem Jahr 2001 (zuvor: Pferd)
- 1,25m hoch, 0,95m breit, 1,20m lang (Wettkampfmaße)
- bietet mehr Sicherheit als das Pferd
- erlaubt durch seine Konstruktionsweise einen besseren Abdruck
- Anlauf: max. 25 m
- 1,0m breite Landezone
- Höhe und Weite der zweiten Flugphase sind von besonderer Relevanz
- möglichst hohe Anlaufgeschwindigkeit in eine möglichst lange, hohe und weite Flugphase wandeln, in der immer spektakulärere Drehungen (z.B: Jurtschenko) gezeigt werden

| | Der Stufenbarren: | - zwei waagrechte und verschieden hohe Holme
- Höhe: 1,66m bzw. 2,46m (gemessen ab dem Boden inkl. einer 20cm Matte)
- zunehmend mehr Flugelemente als in früheren Zeiten
- verschiedene Griffarten gefordert
- mehrere Holmwechsel gefordert
- Übungen erfordern ein hohes Maß an Kraft, Präzision, Koordination und nicht zuletzt Mut
- erinnert heutzutage stark an das Reckturnen der Männer, da mittlerweile viele Reckelemente (z.B: Gienger, Tkatchev, Jäger usw.) von den Turnerinnen präsentiert werden

| Der Schwebebalken: | - 5,0m lang, 1,20m hoch und 10cm breit
- max. Übungslänge: 90 Sekunden
- Balance und Konzentration von hoher Bedeutung
- akrobatische und gymnastische Elemente gefragt
- Choreographie mitentscheidend
- Übung besteht aus komplexen Bewegungen mit akrobatischen Sprüngen, Drehungen und Gleichgewichtselementen
- Neben Flexibilität, Konzentration und Rhythmus spielt der Ausdruck eine große Rolle

| Der Boden: | - 12 x 12 m; Übertreten der weißen Markierungslinie bedeutet Punktabzug
- federnde Unterkonstruktion mit darauf liegenden Bodenläufern
- max. Übungslänge: 90 Sekunden
- Übung zu individueller Musik (ohne Gesang)
- akrobatische und gymnastische Elemente gefragt
- Choreographie mitentscheidend
- Salti, Mehrfachdrehungen, akrobatische Kombinationen durch die Luft und Sprünge sowie gymnastische Elemente zeigen Männer wie Frauen
- Frauen präsentieren ihre Bodenübung mit tänzerischen Elementen und mit großer, graziöser Ausstrahlung

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